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Medien:
Guten Morgen mit Česká televize, ČT2 2009
(video format AVI 18 MB
)
Moravská televize, MTV 2007
(video format WMV 6,6 MB
)
Festival Lomnické kulturní léto, CZ 2007 (video format
AVI 16,9 MB
)
Interview mit Petr Zámečník
KAM v Brně, (Where in Brno) September year 2007, 51.Jahrgangst
„Ich bin ein Geistnachkomme der Buenos Aires Einwohner…!“
Wenigstens sagt das über sich selbst der
Akkordeonspieler Petr Zámečník. Er ist Brünner Landsmann, hat das
Konservatorium in Pilsen – Fach Akkordeon – absolviert und seit vierzehn
Jahren widmet er sich dem argentinischen Tango. Seinen Namen kann man in
der internationalen Personenenzyklopädie des Kunstlebens „Who is who“ in
der Tschechischen Republik finden.
Warum haben Sie nicht
die Konzertkarriere gewählt?
Und warum ja? Akkordeon wurde immer vor allem mit der
Tanz- und Jazzmusik verbunden. Erst der Professor Korycan hat in Brünn
den Akkordeon zu einem Konzertinstrument gemacht. An dem Konservatorium
haben wir die Transkriptionen der Barockorgelmusik gespielt und
allmählich haben die gegenwärtige Autoren wie Petr Fiala, Jiří Matys,
Jindřich Feld oder Václav Trojan angefangen, für Akkordeon zu schreiben.
Inzwischen gibt es ein Vakkum.
Und warum haben Sie
Tango ausgewählt?
Ich bin überredet, dass jeder von uns eine kodierte
Angehörigkeit zu einer Kultur hat. Obwohl ich im Mähren geboren bin,
habe ich meinen Musikausdruck in dem argentinischen Tango gefunden. Die
Richtigkeit der Auswahl hat mir meine Reise durch Südamerika bestätigt,
wo ich so ein Gefühl gehabt habe, als ob ich zu Hause unter meinen bin.
Vor allem in Argentinien und Uruguay spielt man stets Bandoneon, das ist
im Grunde eine Variante des europäischen Akkordeons mit einem
durchsichtigen bis kristallischen Klang. Man ist imstande, die
unglaublich wehmutige und nostalgische Töne zu erschleichen.
Ist es möglich, sich
auf diesem Gebiet zu ernähren?
Ich beschwere mich nicht. In vierzehn Jahren habe ich
viele Kontakte hergestellt und ich spiele nicht nur in den Konzertsälen,
sondern auch auf Festivals und Klubs. Meistens nicht allein, zusammen
mit der Violoncellospielerin Pavla Jahodova und mit dem
Percussionspieler Lukáš Krejčí bilden wir Trio Milonguero,
selbstverständlich sind auch die Tänzer. Tango ist die
Gruppenangelegenheit, die Melodik ist melancholisch und wehmutig, aber
unter der pulsiert ein Rhytmus des harten und tragischen Lebens. Heute
laden uns die Veranstalter selbst ein, zum Beispiel zu den Festivals in
Berlin, Stockholm, Brüssel, Sofia, Budapest…. Ich arbeite an den
Projekten der Philharmonie Brünn und Philharmonie von Bohuslav Martinu
Zlín zusammen mit dem Dirigenten Miloš Machek mit. Es ist immer zu tun.
Und an die anderen
Gebiete gehen Sie nicht? Akkordeon ist typisch für Paris…
Na ja, die französischen Chansone! Mit Jana Musilová
und der Philharmonie Brünn haben wir eine Chansonsendung und sie macht
sie famos…
Und Ihre schönsten
Erlebnisse?
Vielleicht das Auftreten auf der argentinischen
Botschaft. Sie haben uns gefragt, mit welchem Flugzeug sind wir aus
Buenos Aires geflogen. Sie wollten nicht glauben, dass wir Brünner sind.
Oder Festival in Dresden. Dort habe ich einen argentinischen Tänzer zu
Tränen gebracht – also aus der Rührung davon, wie ich bewiesen habe, ihm
Tango zu spielen. Und auch die diesjährige Taufe unserer CD im
Kristallsaal im Altes Rathaus in Brünn. Sie heißt Tango Porteño und sie
ist ein Projekt, das ich in dem Ensemble Instrumental Tandem mit
Gitarrist Libor Janeček gemacht habe. Wir spielen die Kompositionen von
Astor Piazzolla, Luis di Matteo, Maximo Diego Pujol und anderen. Und
selbstverständlich der Aufenthalt in Südamerika, Peru, Bolivien, Chile…
Und was das Buenos
Aires?
Also das ist mein Traum, der auf mich immer noch
wartet. Villeicht fahre ich einmal hin, vielleicht werde ich dort
spielen…
Die Erfüllung aller Träume wünscht und für das
Interview dankt
Karla Hofmannová |